Mögliche Ursachen für psychische Belastungen am Arbeitsplatz können z. B. sein:
• Über- oder Unterforderungen der Leistungsfähigkeit (auch Zeitdruck, Monotonie, Informationsüberfluss oder -mangel)
• Unklarheiten bei der Arbeitsaufgabe (auch ungerechte Arbeitsverteilung)
• mangelhafte Einweisung und Schulung; schlechte Aus- und Fortbildung
• unbefriedigende Berufsentwicklung (zu wenig Aufstiegsmöglichkeiten)
• Angst um den Arbeitsplatz (Arbeitsplatzverlust, Rückstufung)
• empfundene Sinnlosigkeit des Arbeitsauftrags
• Dauerärger infolge schlechter Arbeitsorganisation (mangelhafte Materialzulieferung, organisatorische Reibungsstellen)
• Konflikte mit Vorgesetzten und Untergebenen (Führungsschwächen, Kommunikationsstörungen, empfundene Ungerechtigkeiten)
• Probleme mit Kollegen (sexuelle Belästigungen, Ausgrenzung durch Kollegen) bis hin zum Mobbing
• Probleme im Privatleben.
Auffällige Störungen des Betriebsklimas können Hinweise auf psychische Belastungen bei den Beschäftigten sein, z. B. eine kurzfristige Häufung von Krankmeldungen in Arbeitsgruppen und Abteilungen, eine allgemeine Erhöhung des Krankenstandes, verstärkter Alkoholmissbrauch oder vermehrte Kündigungen.
Weil psychische Fehlbelastungen und Stress bei der Arbeit nachteilige Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten haben können, ist es wichtig, im Betrieb entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Dabei lässt sich zwischen belastungsorientierten und ressourcenorientierten Ansätzen unterscheiden.